Winterfest: So überstehen Topfpflanzen die kalte Jahreszeit - Bild: obs/Blumenbüro

Es ist Zeit Gartenblüher auf den Winter vorzubereiten – Topfpflanzen für die kalte Jahreszeit winterfest machen

Das letzte Quartal des Jahres hat begonnen und der Winter hält im Garten Einzug. Die Tage werden kürzer und die Temperaturen fallen immer weiter, es ist so weit um den hauseigenen Außenbereich winterfest zu machen. Damit das winterliche Wetter sein tristes Grau nicht zu sehr verbreiten kann, empfiehlt es sich auf dem Balkon oder der Terrasse mit robusten und vor allem winterharten Pflanzen wie der Christrose oder dem Hornveilchen für Abwechslung zu sorgen.

Mit dem meist doch sehr kurzem Schönwetterhoch ab Ende September, dem Altweibersommer, kommt meistens auch das Ende der Draußen-Saison. Das Wetter zeichnet sich dann eher durch Regenfälle, Wind und mancherorts erstem Nachtfrost aus. Es wird höchste Zeit für Balkon und Terrassenbesitzer Vorsorge zu treffen, damit die in Töpfen gepflanzten Gartenblüher unbeschadet durch die kalte Jahreszeit kommen.

Für Balkonpflanzen, die nicht winterhart, aber mehrjährig sind, wie zum Beispiel Geranien oder Bougainvillea sollen vor der Überwinterung zurück geschnitten werden, damit sie anschließend an einem dunklen Ort mit Temperaturen um die 10 bis 15 Grad Celsius einlagern kann. Rechtzeitig, am besten schon einige Wochen bevor die Pflanzen in ihr Winterquartier umziehen, sollten sie nur noch wenig gegossen werden, dadurch wird verhindert, dass der Wurzelballen zu feucht wird und sich in der pflegearmen Winterzeit die schädliche Wurzelfäule einnistet und zu einem Absterben der Pflanze führt. Bevor die Überwinterung losgeht kann man getrost noch einmal kräftig düngen, damit erhält die Pflanze ein Nährstoffpolster für die kalte Jahreszeit. Dafür ist während der Überwinterung auch keine weitere Düngung mehr erforderlich. Die Pflanzen sollten in ihrem Winterlager bis Anfang Mai, in etwa nach den traditionell letzten Frosttagen, den Eisheiligen, bleiben, bevor sie wieder nach draußen gestellt werden.
Einige Gartenblüher lassen sich trotz des Winterwetters nicht unterkriegen. Stiefmütterchen und Kapkörbchen gehören zu den Topfpflanzen, die bis in den späten Herbst blühen und auch den Winter unbeschadet draußen überstehen, dazu sollten sie aber möglichst dicht an einer geschützten Hauswand aufgestellt werden. Bei starkem Schneefall oder Temperaturen weit unter dem Nullpunkt sollte als zusätzlicher Schutz mit einem Mantel aus Weidenmatten oder Reisig abgedeckt werden. Damit wird sichergestellt, dass der Wurzelballen nicht vollständig gefriert und die Pflanzen im Frühjahr wieder austreiben können.

Nicht alle Töpfe sind dafür geeignet über den Winter draußen gelagert zu werden. Bei Ton- und Terrakotta-Übertöpfen besteht die Gefahr, dass sie sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ausdehnen und zerspringen, weil sie ständig Feuchtigkeit enthalten. Holzübertöpfe nehmen über den Winter ebenfalls Schaden und verwittern bei einer Lagerung auf dem Balkon oder der Terrasse, daher sollten diese Pflanzgefäße möglichst an trockenen Orten, etwa im Keller, bis zum nächsten Frühling eingelagert werden. Wer seine Töpfe draußen lassen möchte, sollte dazu auf witterungsbeständige Übertöpfe aus Zink oder Naturstein zurückgreifen. Zusätzliche Informationen und Pflegetipps gibt es auf www.pflanzenfreude.de oder unter www.facebook.com/diepflanzenfreude.

Wer in milden Wintern nicht auf Blütenpracht im Garten verzichten möchte, kann auf die frostharte Christrose oder das Hornveilchen zurückgreifen. Die Christrose, mit ihren winterlich weißen, grünen oder zart rosafarbenen Blüten macht jeden Außenbereich schon von weitem zu einem Blickfang. Das Hornveilchen wird als ein mehrjähriges, krautiges Gewächs kultiviert und strahlt auch im Winter mit einfarbigen oder buntgemischten Blüten in Pastelltönen. Die Bewässerung sollte bei beiden Winterschönheiten besonders bei niedrigen Temperaturen nur mäßig ausfallen, um zu verhindern, dass die Pflanzen einfrieren.